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Münch Oldtimer kaufen
Das deutsche Unternehmen Münch wurde (vermutlich) 1964 von Friedel Münch in Friedberg gegründet. Der deutsche Motorradbauer wurde durch seine leistungsstarken, aufwendig in Einzelfertigung produzierten riesigen Maschinen bekannt. Insbesondere um das Modell TT (Mammut) hat sich heute ein regelrechter Kult gebildet - die Mammut genießt bei Liebhabern und Sammlern einen extrem hohen Stellenwert.
Münch - Die Anfänge
Friedel Münch gründete bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg eine kleine Werkstatt, in der er Motorräder reparierte. Ende der 1940er begann er mit dem Motorradrennsport, nach einem Sturz beschäftigte er sich erstmalig mit der Konstruktion eines eigenen Motorrads. 1955 ging er für wenige Monate zu Horex in die Versuchsabteilung. Nach dem Ende von Horex kaufte er Teile der Fertigungsanlagen, um sich wieder auf eigene Konstruktionen zu konzentrieren. Ende der 1950er nahm der französische Motorradrennfahrer Jean Murit Kontakt zu Münch auf, um für ihn eine Rennmaschine zu entwickeln.
Münch konzipierte sein Motorrad akribisch. Er verwendete den Automotor aus dem NSU Prinz 1000, ein Vierzylinder-Aggregat mit einem Liter Hubraum, und nutzte Horex-Teile für Getriebe und Kupplung. Die restlichen Komponenten baute er eigenhändig, insbesondere seine leistungsstarke Vorderrad-Bremsanlage und die Hinterradkonstruktion sind bemerkenswert.
1964 begann Münch mit dem Vertrieb seiner selbstkonstruierten Bremsanlage. Der erste Prototyp seines Motorrads war 1966 fertig. Es stieß direkt auf außerordentlich positive Resonanz. Das Motorrad war geradezu gigantisch für die damalige Zeit - leistungsstark, groß und technisch einmalig. Die ursprünglich angedachte Bezeichnung "Mammut" musste aus markenrechtlichen Gründen verworfen werden, die Maschine wurde ab 1967 schließlich als TT angeboten. Die Bezeichnung Mammut hielt sich dennoch.
Münch - Weitere Geschichte
Münch erweiterte sein Modellangebot um noch größere Maschinen mit bis zu 1,3 Litern Hubraum. Konzeptionell blieb er bei seiner aufwendigen Produktion in Einzelfertigung, was jede Maschine zu einem Unikat machte. Dieser Aufwand brachte Münch in den Folgejahren immer wieder in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Über lange Jahre hinweg fanden sich jedoch immer wieder finanzstarke Teilhaber - die meist auch Liebhaber der Münch-Maschinen waren.
Zwischen 1966 und 1969 war der US-Verleger Floyd Clymer an Münch beteiligt. 1970 und 1971 war es George Bell, der sogar ein neues Werk in Altenstadt finanzierte. Mit dem Ausstieg von Bell ging Münch kurzzeitig in Konkurs, bis das Verpackungsunternehmen Hassia Münch kaufte. Münch kehrte in die Erfolgsspur zurück. 1973 wurde mit der TTS-E erstmals ein "echtes" Serienmotorrad vorgestellt. Die Maschine konnte eine Spitzengeschwindigkeit von über 200 km/h erreichen, gleichzeitig war sie aber auch relativ teuer. Gegen die günstigere Konkurrenz aus Japan wurde es zunehmend schwieriger, sich durchzusetzen. Noch im gleichen Jahr stieg Hassia als Teilhaber aus.
Wieder in Konkurs wurde Münch vom Großhändler Heinz W. Henke aufgekauft. Firmengründer Münch blieb als technischer Leiter im Unternehmen. Es wurden ausschließlich Einzelstücke produziert. Der Weg von Friedel Münch und Henke trennte sich 1977. Henke baute bis 1980 Münch-Motorräder, die aber nichts mehr mit den alten Modellen gemein hatten. Münch selbst bot zunächst Bausätze an und baute als Privatmann gelegentlich auf Nachfrage Mammuts aus Einzelteilen zusammen. Insbesondere um die Mammut hat sich ein Kult und eine besonders innige Liebhaberei entwickelt.
Münch Modelle
Suchergebnisse

1973 | Münch Mammut TTS
Münch 4 TTS 1200, Sondermodell
MwSt. ausweisbar

2002 | Münch Mammut 2000
Münch Mammut 2000
MwSt. ausweisbar

1973 | Münch Mammut TTS
Münch 4 TTS
MwSt. ausweisbar