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Capriolo zählte zu den italienischen Herstellern von Motorrädern. Das Unternehmen ging aus dem Flugzeug- und Automobilproduzenten Aero Caproni hervor.
Anfänge von Capriolo
Die Geschichte der italienischen Motorradfirma Capriolo begann 1948. Vier Jahrzehnte zuvor, im Jahr 1908, hatte Graf Gianni Caproni, das Unternehmen Aero Caproni gegründet. Dieses beschäftigte sich bis in die 40er Jahre mit der Herstellung von Flugzeugen, Motoren und Automobilen. Nach Ende des 2. Weltkrieges durften auf Anordnung der siegreichen Alliierten von Aero Caproni weder Militärflugzeuge noch militärische Ausrüstungsgegenstände mehr angefertigt werden. So änderte das Unternehmen seinen Firmennamen in Capriolo um und begann 1948 in Arco di Trento mit der Herstellung von Motorrädern. Die Bezeichnung Capriolo bedeutete übersetzt „Rehbock“. Der Rehbock prägte auch das Logo des Unternehmens vor einem Alpenpanorama. Auf diese Weise grenzte sich Capriolo von der Schwesterfirma Caproni Vizzola ab. Diese stellte im schweizerischen Tessin ebenfalls Motorräder her. Bei den ersten Capriolo-Modellen handelte es sich um Maschinen mit OHV-Viertakt-Einzylinder-Motoren, die über 50 cm³ verfügten. Im Jahr 1951 entwarf Capriolo einen 75er-Einzylinder, der mit einer unkonventionellen Ventilsteuerung ausgestattet war. So wurde die Nockenwelle nicht von einer Königswelle angetrieben, obwohl sie von der Kurbelwelle in Richtung Zylinderkopf führte. Stattdessen befand sich auf der Oberseite eine Nockenscheibe, die über zwei konzentrische Kreisbahnen verfügte. Diese fungierten als Nocken und bedienten die Ventile über zwei Kipphebel.
Weitere Entwicklung von Capriolo
Ende 1953 stellte Capriolo der Öffentlichkeit auf der Mailänder Messe mit der Cento 50 ein neues Modell vor. Dieses war mit einem Zweizylinder-Boxer-Motor ausgestattet, der für die Verdopplung des 75er-Einzylinders sorgte. Später erhielten die Serienanfertigungen der Cento 50 noch einen Dellorto-Vergaser sowie eine Telegabel. Die Leistung des Zweizylinders lag bei 7,5 PS. Ab 1956 wurde der kostspielige Zweizylinder-Motor jedoch durch einen preiswerteren 125-er-Einzylinder ersetzt. Im gleichen Jahr änderte Capriolo seinen Firmennamen in Aeromere Trento um. Gleichzeitig kamen neue Modelle, die über 75er-, 100er- sowie 125er-Einzylindermotoren verfügten, auf den Markt. Bei diesen Maschinen bestanden erhebliche Unterschiede zu den Vorgängermodellen. So wurden sämtliche Motorräder mit einem Pressstahlrahmen versehen, der moderner wirkte. Darüber hinaus fiel die Umlenkung mit Kegelrädern weg, wodurch sich die Konstruktionen leichter gestalteten. Von den Einzylinder-Motorrädern wurden mehrere tausend Exemplare verkauft. Darüber hinaus konnte Capriolo bemerkenswerte Erfolge im Geländerennsport verbuchen. In den frühen 60er Jahren brach die Nachfrage nach Modellen von Capriolo jedoch ein. So kam es 1964 schließlich zum Ende der italienischen Motorradfirma. In der heutigen Zeit sind jedoch noch zahlreiche Capriolo-Modelle erhalten geblieben, die sich bei Sammlern großer Beliebtheit erfreuen.
Klassische Modelle der Firma Capriolo
Einen Klassiker von Capriolo bildete die 75er-Capriolo, die ab 1951 entstand. Das Modell wies eine erhebliche Wendigkeit auf und ließ sich sogar auf engsten Räumen wenden. Grund dafür waren das geringe Gewicht der Maschine, das weniger als 100 Kilogramm betrug, sowie der extrem kurze Radstand von 115 Zentimetern. Ähnliches galt für die Cento 50, einem weiteren klassischen Capriolo-Modell.
Capriolo Modelle
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1964 | Capriolo 125 Gran Tourismo
125 CC motor
